Pressemitteilung Landratsamt Enzkreis 10/2016

Netzwerktreffen

 

Erstes kommunales Energieeffizienznetzwerk im Enzkreis ist gestartet - Acht Gemeinden und das Landratsamt arbeiten zusammen

 

ENZKREIS. „Auch ohne dass Sie viel Geld investieren, können Sie enorme Energie-Einsparungen erzielen“, erklärte Claus Greiser von der Klimaschutz- und Energieagentur (KEA) in Karlsruhe den Vertretern aus acht Enzkreis-Gemeinden. Sie bilden das erste kommunale Energieeffizienznetzwerk – nicht nur im Enzkreis: Es ist das erste seiner Art in ganz Baden-Württemberg.

 

Unterstützt durch Experten der KEA und gefördert mit Bundesmitteln, wollen die acht Gemeinden ein professionelles Energiemanagement in ihren eigenen Liegenschaften einführen. „Oft reicht es schon, die Regelungseinstellung an den Heizungen zu optimieren und die Nutzer zu sensibilisieren, um eine deutliche Einsparung in der Endabrechnung zu erzielen“, erklärte Greiser beim ersten Arbeitstreffen im Landratsamt.

 

Er riet außerdem, regelmäßig den Energie- und Wasserverbrauch zu erfassen und zu kontrollieren: „Dadurch behalten Sie den Überblick und können schnell feststellen, wenn der Verbrauch irgendwo in die Höhe schnellt.“ Dafür sollen Mitarbeiter der teilnehmenden Gemeinden von der KEA zum „Energiemanager kommunal“ geschult werden. Außerdem bietet das Netzwerk die Nutzung einer professionellen Software, mit der die Verbräuche erfasst werden. Mit dem Programm werde das Erstellen von Monats- und Jahres-Energieberichten erleichtert und ein langfristiges Energiemanagement ermöglicht, so Greiser.

 

Bisher werde Energiemanagement vor allem aus Mangel an Personal, Geld, Zeit und Know-how vernachlässigt, berichteten die Vertreter der teilnehmen Gemeinden Birkenfeld, Engelsbrand, Ispringen, Kieselbronn, Königsbach-Stein, Tiefenbronn, Wimsheim und Wurmberg. „Genau hier setzt das kommunale Energieeffizienznetzwerk an“, freut sich Edith Marqués Berger, Klimaschutzbeauftragte des Enzkreises. Denn das Landratsamt wolle den Gemeinden in Kooperation mit der KEA einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu kommunalem Energiemanagement anbieten.

 

Und noch etwas bekommen die am Netzwerk beteiligten Kommunen – neben wertvollen Expertentipps, Schulungen und Software: Sie haben die Anspruch auf energietechnische Beratungsleistungen von Experten, die mit bis zu 70 Prozent gefördert werden. Aufbauend auf diesen Beratungen können dann auch investive Maßnahmen geplant werden, beispielsweise ein Heizungstausch oder der Aufbau von kleinen Nahwärmenetzen. „Und um dafür weitere Fördermittel zu akquirieren, kann sich auch wieder die enge Zusammenarbeit mit den Experten und anderen Gemeinden im Netzwerk lohnen“, ist sich Marqués Berger sicher.

 

„Die Vernetzung der Gemeinden ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Enzkreis-Klimaschutzkonzepts“, betont Erster Landesbeamter Wolfgang Herz, der zuständige Dezernent im Landratsamt. „Klimaschutz braucht ein Zusammenwirken vieler Akteure, um voran zu kommen.“

 

(enz)