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Kirche St. Maria Magdalena

St. Maria Magdalena ist eine Schenkungskirche, die in der 1. Hälfte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal erwähnt wird.
Fromme Stiftungen in den Jahren 1347 und 1395 bezeugen das alte Marienpatrozinium der Tiefenbronner Kirche.
Der Magdalenenaltar von Lucas Moser (1431 / 32) ist ikonographisch dem Thema Reue- Buße-Umkehr gewidmet, exemplarisch dargestellt am Schicksal der Hl. Maria Magdalena.
Der Hochaltar von Hans Schüchlin (1469) ist einer der bedeutendsten Flügelaltäre Südwestdeutschlands. Das große Retabel mit beidseitig bemalten Flügeln, Predella und Gesprenge ist ikonographisch ein Marien-und Passionsaltar.
Das wichtigste Kleinod des Tiefenbronner Kirchenschatzes stellt die gotische Turmmonstranz des Augsburger Künstlers Jörg Seld (1500) dar.

Die Sehenswürdigkeiten im Überblick:

  • Gotischer Chor
    (ca. 1350) mit hohem Kreuzrippengewölbe und wertvollen Glasfenstern (1370 in Straßburg hergestellt - 1976 von Emil Wachter ergänzt)
  • Dreischiffiges basilikales Langhaus
    Länge: 38,45 m., Breite: 16,87 m., Höhe: 12 m., - Betont einfache Raumgestaltung mit schlichter Balkendecke. Acht oktogonale Pfeiler tragen die Langhauswände.
  • Drei Altarwand-Gemälde
    (1400) an der Stirnseite des Langhauses
  • Schutzmantel-Madonna (1430) an der Nordwand inmitten eines Wappenfrieses.
  • Fünf spätgotische Flügelaltäre
    darunter zwei von hervorragender Bedeutung: der Hauptaltar des Ulmer Meisters Hans Schüchlin (1469) und der Magdalenenaltar des Lucas Moser (1432) an der Stirnseite des rechten Seitenschiffes.
  • Tiefenbronner Turm-Monstranz
    (Jörg Seld, Augsburg, um 1500) im Chorraum, ein feuervergoldetes Ciborium, ein Messkelch (beide 1450) und ein Renaissance-Rauchfass; (1540).
  • Zwei Stein-Skulpturen
    der Patroninnen dieser Kirche: Maria, die Mutter Jesu, und Maria Magdalena (ca. 1350) im Chorraum links oben. Im Chorraum rechts oben: eine holzgeschnitzte Madonna (ca. 1370)
  • Sakraments-Nische (1450) und Sakraments-Haus (1600)
    ursprünglich für die Turm-Monstranz geschaffen; heute als Tabernakel neben dem Zelebrationsaltar aufgestellt.
  • Grabdenkmäler
    ehemaliger Tiefenbronner Ortsherren und geistlicher Würdenträger an den Seitenwänden und im Chor (15. -18. Jh.)
  • Neue Orgel
    (Firma Klais/Bonn, Sept. 1988), die das Westgiebel-Fenster von Emil Wachter (1977) umrahmt.