Informationen von Herrn Bürgermeister Spottek zum Corona-Virus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
nachdem sich letzte Woche die Landesverordnungen bezüglich der Corona-Pandemie täglich änderten, haben sich dann am Sonntag, 22. März 2020 Bund und Länder auf eine einheitliche Vorgehensweise zur Eindämmung des Virus geeinigt. Die geänderte Landesverordnung finden Sie im Mitteilungsblatt KW 13/2020 abgedruckt.

Ziel aller Bemühungen ist es, die rasante Verbreitung des Coronavirus zu stoppen. Dafür ist es maßgeblich, die zwischenmenschlichen Kontakte drastisch zu reduzieren. Im Mitteilungsblatt (Seite 6) haben wir in einem Schaublid dargestellt, wie entscheidend dies ist. Bitte beachten Sie dies!

Die von Bund und Länder richtigerweise beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte sind wie folgt zusammengefasst:

1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben selbstverständlich weiter möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Uns allen ist bewusst, dass es sich hierbei um sehr einschneidende Maßnahmen handelt. Aber diese sind dringend notwendig. Bitte beachten Sie diese!

Umso mehr freut es mich, dass es in unserer Gemeinde eine Vielzahl von Menschen gibt, die sich zusammentun um den Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, also ältere Menschen über 60, Menschen mit Vorerkrankungen usw. zu helfen. Diese brauchen nun z.B. bei Einkäufen und Besorgungen des täglichen Lebens unsere Unterstützung. Die Gemeindeverwaltung möchte hierzu gerne eine „Kontaktplattform“ für eine ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe ermöglichen. Melden Sie sich bei Frau Krautscheid/Frau Maier unter der Tel.Nr. 07234/9500-12 oder 9500-29, gemeindeverwaltung@tiefenbronn.de, um sich als ehrenamtliche Helfer/in zu melden. Ebenso können sich die Hilfe suchenden Menschen hier melden. Wir vermitteln dann den Kontakt. Bei aller Bereitschaft zu helfen, sollten die Helfenden und die Hilfesuchenden aber auch Ihren jeweiligen Eigenschutz beachten. Vielen Dank Ihnen allen!

Mein Dank gilt aber natürlich auch all den „Helden des Alltags“. Sie riskieren täglich ihre Gesundheit, um uns zu versorgen, zu betreuen und zu beschützen. Dankenswerter Weise bieten auch die Kirchen in dieser schwierigen Zeit im seelsorgerischen Bereich ihre Unterstützung an. Sollten Sie Gesprächsbedarf haben, wenden Sie sich an die im Mitteilungsblatt veröffentlichten Telefonnummern.

Auch unsere Gaststätten und Geschäfte sind derzeit sehr kreativ und liefern ihr Essen oder ihre Waren auch zu Ihnen nach Hause oder Sie können diese abholen. Ein Blick auf die jeweilige Homepage oder ein Anruf in Ihrem Lieblingsgeschäft lohnt sich. Es sind harte Zeiten für unsere Unternehmen und unsere Geschäfte. Aber mit unserer Unterstützung können sie es schaffen!

Das soziale Leben ist dennoch weitestgehend lahmgelegt und wir alle werden zwangsweise in eine Phase der Entschleunigung und des Nachdenkens geschickt. Nutzen Sie diese! Wann haben Sie sich das letzte Mal bewusst Zeit genommen?... für ein gutes Buch, für ein Brettspiel mit der Familie, für die eigene Selbstreflexion, für Zukunftspläne oder für ein Gebet? ... einfach mal Danke gesagt?

Wir sollten alle darauf achten, dass trotz dieser Pandemie unser Miteinander auch weiterhin lebens- und liebenswert bleibt. Bitte schützen Sie sich selbst und achten damit auch auf andere!

Persönlich wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen für die kommende Zeit von Herzen viel Zuversicht und eine stabile Gesundheit. Also: bleiben Sie zu Hause, dankbar, gesund und optimistisch!

Ihr

Frank Spottek
Bürgermeister