Ratsnachrichten

Bericht über die öffentliche Gemeinderatssitzung vom 23.03.2018

Bekanntgabe nichtöffentlich gefasster Beschlüsse

In der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 05.03.2018 wurden keine Beschlüsse gefasst.

Fragestunde der Zuhörer zu nicht auf der Tagesordnung stehenden Punkten

Es wurden keine Fragen gestellt.

Sanierung Lucas-Moser-Grundschule
Antrag für Aufnahme in das Landesprogramm Kommunaler Sanierungsfond Schulgebäude

Bürgermeister Spottek erläuterte, dass die Lucas-Moser-Schule im Jahre 1955 erbaut wurde, im Jahr 1981 erstmals  und im Jahr 1993 nochmals erweitert wurde. Die einzelnen Bauabschnitte sind mittlerweile in die Jahre gekommen und bedürfen einer Sanierung.

Das Land Baden-Württemberg hat ein Förderprogramm zur Schulhaussanierung aufgelegt.

Die Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe wurde beauftragt, ein Energiegutachten zu erstellen. Einige Ergebnisse daraus sind in die Kostenermittlung eingegangen

Für die Antragstellung wurde von Herrn Haller-Geppert, dem neuen stellvertretenden Bauamtsleiter, eine Baukostenermittlung durchgeführt. Die Kosten beinhalten alle notwendigen Arbeiten, die zum jetzigen Zeitpunkt festgestellt werden konnten.

Bürgermeister Spottek machte klar, dass es sich hierbei um eine Rundum-Bestandsaufnahme handeln würde.Herr Haller-Geppert habe im Raumbuch alle Kosten zusammengestellt. Die Maßnahmen können auch über mehrere Jahre hinweg verteilt werden.

Er übergab das Wort an Herrn Haller-Geppert.

Dieser sagte, er habe die Grundschule einer genauen Betrachtung unterzogen. Man habe hier die Chance, die Schule für die nächsten 20-30 Jahre auf einen guten Stand zu bringen. Der Vorteil der umfassenden Sanierung sei es, jetzt sinnvolle Pakete schnüren zu können. Herr Haller-Geppert führte die einzelnen Maßnahmen anhand einer anschaulichen PowerPoint-Präsentation dem Gremium vor.

Diese Maßnahmen können vom Förderprogramm des Landes gefördert werden.

Der Förderantrag für 2018 muss bis zum 31.03.2018 gestellt werden. Aus der Antragstellung erfolgt keine Verpflichtung, den beantragten Gesamtumfang auch durchzuführen. Alle Arbeiten, die bis Ende 2022 abgenommen sind, werden berücksichtigt, sofern sie bis 31.08.2023 abgerechnet werden. Der Zuschuss wird anhand der Schulfläche berechnet. Die Zuschussrate beträgt 33%.

Der genaue Umfang und die Reihenfolge der durchzuführenden Arbeiten werden, nach einer möglichen Antragsbewilligung durch das Land Baden-Württemberg, vom Gemeinderat festgelegt. Die im Raumbuch zusammengestellten Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf rund 2 Millionen €.

Bürgermeister Spottek machte klar, dass das Notwendigste in der Grundschule zeitnah erledigt werden müsse. Neben der Maßnahme Grundschule hat die Gemeinde aber auch noch andere Themen wie Kanal, Straßenbau, Kindergarten etc. Hier sind Prioritäten zu setzen, jedoch sollte sich die Gemeinde den Zuschuss von ca. einem Drittel der Kosten nicht entgehen lassen. Der Gemeinderat lege jedoch die Maßgaben fest und auch, was zu- erst gemacht werden solle.

Sollte der Zuschuss genehmigt werden, ist geplant, noch dieses Jahr mit der Sanierung des Buben-WC´s zu beginnen.

Der Gemeinderat bedankte sich für die Zusammenstellung der einzelnen Punkte, zeigte sich aber auch sehr erstaunt über die Vielzahl der Maßnahmen, die anstehen. Es sei gut, dass man jetzt im Vorfeld eine genaue Zusammenstellung der Kosten gemacht habe.

Bürgermeister Spottek betonte nochmals, dass die WC-Anlage in der Buben-Toilette erneuert werden müsste. Im Haushalt sind hierfür auch Mittel eingestellt und die Sanierung sollte in den Ferien gemacht werden.

Bürgermeister Spottek stellte klar, dass mit der heutigen Beschlussfassung noch keine Maßnahmen beschlossen werden, sondern lediglich der Antrag auf Bezuschussung gestellt werden soll.

Abschließend fasste der Gemeinderat folgenden einstimmigen Beschluss:

Der Gemeinderat stimmt zu, den Förderantrag auf Grundlage der beigefügten Unterlagen zu stellen.

Veränderung der Struktur des Rechenzentrums (KIVBF) der Gemeinde Tiefenbronn
Errichtung der Anstalt ITEOS durch Beitritt der Zweckverbände KDRS, KIRU und KIVBF zur Datenzentrale Baden-Württemberg und Vereinigung der Zweckverbände KDRS, KIRU und KIVBF zum Gesamtzweckverband 4IT am 01.07.2018

Bürgermeister Spottek verwies auf die Vorlage zu diesem Tagesordnungspunkt Die Gemeinde Tiefenbronn ist seit 2003 Mitglied im Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF). Über diesen Zweckverband bezieht die Verwaltung eine Vielzahl ihrer Verfahren und Programme und wird zusätzlich bei IT-Fragen und der Serververwaltung unterstütz. Einen Mitgliedsbeitrag wird für den Zweckverband nicht entrichtet, da nur der tatsächliche Arbeitsaufwand in Rechnung gestellt wird. Im Zweckverband haben wir 4 von 6199 Stimmen, um an Entscheidungen mitwirken zu können.

Ziel des Beitritts der Zweckverbände KDRS, KIRU und KIVBF zur DZ BW und der Fusion der Zweckverbände zum Gesamtzweckverband 4IT ist der Erhalt einer wettbewerbs- und zukunftsfähigen kommunalen IT in Baden-Württemberg. Dabei liegt der Fokus auf der dauerhaften Verbesserung von Leistungen (Qualität, Service und Kosten) für Bestands- und Neukunden, indem die lokalisierten Synergien in den Leistungsprozessen sukzessive realisiert werden.

Ohne weitere Diskussion nahm das Gremium die Vorlage zur Kenntnis und fasste folgenden einstimmigen Beschluss:

  1. Der Gemeinderat nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis und stimmt dem Beitritt des Zweckverbands KIVBF zur Datenzentrale Baden-Württemberg und der Vereinigung mit den Zweckverbänden KDRS und KIRU zum Gesamtzweckverband 4IT zu.
  1. Der Gemeinderat beauftragt den Bürgermeister, in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes KIVBF die Organe des Zweckverbands zum Vollzug aller hierzu notwendigen Handlungen zu bevollmächtigen.

Zweckverband "Abwasserbeseitigung Biet"
Kauf eines Gebläses für die Kläranlage

Bürgermeister Spottek erläuterte, dass in KW 7/2018 ein Gebläse für die Belebung bei der Kläranlage ausgefallen ist.

Da die restlichen Gebläse in einem gleichwertigen Zustand mit ähnlich hohen Betriebsstunden sind, war die Befürchtung groß, dass ein weiteres Gebläse ausfallen könnte. Deshalb musste dringend ein Ersatzgerät beschafft werden, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Deshalb wurden verschiedene Angebote für den Ersatz des kaputt gegangenen Drehkolbengebläses eingeholt. Nach Rücksprache mit den Klärwärtern und Herrn Dipl. Ing. Kuhnle wurde das Gerät (Drehkolbengebläse) der Firma Aerzener Maschinenfabrik GmbH aufgrund der geringen Lieferzeit und der Technik mit Energieeinsparmöglichkeit von 5 % für die Zukunft bevorzugt. Das Gebläse kostete 13.979,17 € und wurde auch in Hinsicht auf die Kompatibilität für einen zukünftig energieoptimierten Betrieb angeschafft.

Da der Auftragswert unter 20.000 € liegt und Vergleichsangebote vorliegen, wurde der Auftrag für das Gerät aufgrund der Dringlichkeit und der Leistung und Technik des Geräts an die Firma Aerzener Maschinenfabrik GmbH vergeben. Hierbei hat der Verbandsvorsitzende Herr Spottek von seinem Eilentscheidungsrecht gemäß § 43 Abs. 4 GemO Gebrauch gemacht, da der Haushalt 2018 noch nicht beschlossen ist.

Das neue Gebläse ist nun seit dem 05. März 2018 in Betrieb.

Beratung und Beschlussfassung über den Antrag des Musikvereins Mühlhausen e.V. auf Bewilligung eines Zuschusses nach den Vereinsförderrichtlinien

Bürgermeister Spottek erläuterte, dass der Musikverein Mühlhausen e.V. am 14. März 2018 einen Antrag auf Zuschuss zur Anschaffung von zwei Musikinstrumenten nach den Vereinsförderrichtlinien gestellt habe. Die Kosten für beide Musikinstrumente belaufen sich auf 6.179,00 €.

Der Fördersatz der Gemeinde beträgt nach Nr. 7 „Zuschuss für Investitionen“ der Vereinsförderrichtlinien 36 %. Somit ergibt sich ein Förderbetrag von 2.224,44 €.

Bürgermeister Spottek sagte, dass der Musikverein Mühlhausen ein hohes Niveau habe, eine gute Jugendarbeit leiste und ein fester Anker im Vereinsleben der Gemeinde darstellen würde. Er bat um Abstimmung.

Der Gemeinderat fasste folgenden einstimmigen Beschluss:

Der Gewährung eines Zuschusses an den Musikverein Mühlhausen e.V. zur Anschaffung von zwei Musikinstrumenten in Höhe von 2.224,44 € wird zugestimmt.

Information des Gemeinderates
a) Barrierefreiheit im ÖPNV - Schaffung barrierefreier Bushaltestellen - K 4562 Mühlhausen
b) Abholzung des Pappeln- und Fichtenwäldchens an der Wimsheimer Straße

a) Barrierefreiheit im ÖPNV - Schaffung barrierefreier Bushaltestellen - K 4562 Mühlhausen

Bürgermeister Spottek berichtete, dass der Bundesgesetzgeber bis zum 01.01.2022 plane, für die Nutzung des ÖPNV eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen. Für den barrierefreien Umbau der Haltestellen wird zunächst eine Priorisierung der Haltestellen und erforderlichen Maßnahmen in enger Abstimmung zwischen der Gemeinde und dem Landratsamt erstellt. Bei der Erstellung der Prioritätenliste wurden die Anzahl der Einsteiger an den Haltestellen und weitere örtliche Rahmenbedingungenwie z.B. die Nähe zu einer Senioreneinrichtung sowie eine erste Einschätzung der baulichen Möglichkeiten berücksichtigt. Folgende Haltestellen wurden vom Landratsamt für eine Sanierung in unserer Gemeinde vorgeschlagen: Die Bushaltestelle an der Ev. Kirche Tiefenbronn in Fahrtrichtung Mühlhausen und die Bushaltestellen in der Tiefenbronner Straße in Mühlhausen.

Die Bushaltestellen in Mühlhausen werden im Rahmen der Kanalsanierung der Tiefenbronner Straße barrierefrei ausgebaut.

Die Haltestelle in Tiefenbronn wird voraussichtlich erst nach 2021 ausgebaut.

Das Landratsamt plant 2018 die Sanierung der Würmbrücke an der Kreisstraße K 4562 in Mühlhausen. Derzeit laufen noch umfangreiche Voruntersuchungen, um die erforderlichen Sanierungsarbeiten festzulegen.

Die Ausschreibung soll bis Ende Mai erfolgen. Die Ausführung ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. In diesem Zusammenhang ist auch vorgesehen, den Belag der Kreisstraße von der Einmündung der Landesstraße L 572 bis zum Ortseingang Lehningen sowie den straßenbegleitenden Gehweg zu sanieren. Die beiden Haltestellen beim Friedhof können in diesem Zusammenhang barrierefrei umgestaltet werden. Die Kosten hierfür trägt der Enzkreis.

b) Abholzung des Pappeln- und Fichtenwäldchens an der Wimsheimer Straße

Beim letzten Sturm wurde aufgezeigt dass dieser Bereich sehr anfällig ist. Bei einer Vorortbegehung mit Herrn Förster Mades und Herrn Abdallah musste festgestellt werden, dass in diesem Bereich der Borkenkäfer im Holz ist und viele faule Bäume stehen. Beim letzten Sturm wurden hier einige Bäume entwurzelt. In einem Bereich musste die Polizei kurzfristig den Bereich absperren, damit Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden konnten.

Laut Herrn Förster Mades ist es dringend zu empfehlen, den gesamten Bereich abzuholzen und mit einer verträglichen Ersatzpflanzung wie evtl. Obstbäumen wieder aufzuforsten. Die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und des fließenden Verkehrs kann sonst nicht mehr gewährleistet werden. Die Maßnahme soll sehr kurzfristig in den nächsten Wochen erfolgen.

Seitens des Gemeinderates wurde angemerkt, dass das Gelände dort sehr uneben sei. Zuerst müsse der Untergrund eben gemacht werden, denn so könne man dort nicht anpflanzen. Weiter wurde die ortsbildprägende Wirkung des Wäldchens hervorgehoben. Dies sei bei der Auswahl der Pflanzen zu beachten.

Bürgermeister Spottek wird dies so weitergeben.

c) Bürgermeister Spottek gab die Einladung des SV Friolzheim zum 125-jährigen Jubiläum am 16.06.2018 sowie für das aus diesem Anlass stattfindende Elfmeterturnier bekannt. Es könne jeder teilnehmen, der das wolle.

d) Bürgermeister Spottek lud das Gremium zu einer Besichtigungsfahrt am 10.04.2018, Abfahrt um 16:45 Uhr bei der Würmtalhalle, nach Nagold-Iselshausen ein. Dort könne man ein Projekt (Wohnform: EMILIA) der Baugenossenschaft Sindelfingen und der Stiftung Innovation und Pflege aus Sindelfingen, die auf dem Grundstück Mühlhausener Straße 7 in Lehningen ein ebensolches Projekt zum Thema Seniorenwohnungen/Pflege-WG verwirklichen wollen, besichtigen. Der Krankenpflegeverein habe seine Teilnahme ebenfalls zugesagt.

e) Frau Krentzel informierte darüber, dass die Baumaßnahme an der Liebeneck-,

Hagenschieß- und Turnfeldstraße begonnen wurde. Die Notwasserversorgung sei aufgebaut. Die Bemusterung des Pflasters muss noch erfolgen.

Anfragen und Anregungen aus dem Gemeinderat

Bürgermeister Spottek sagte, dass seitens des Gemeinderates vor einiger Zeit Fragen zum Thema Wasserversorgung Mühlhausen an die Verwaltung gestellt wurden.

Frau Hoeß habe die Antworten zusammengestellt und er bat sie um den Vortrag, der nachfolgend wiedergegeben ist:

Probleme mit Kalk/Wasserhärte in der Wasserversorgung Mühlhausen

In Mühlhausen gab es in letzter Zeit vermehrt Probleme mit Kalk in den Haushalten. Betroffen sind Wasserleitungen, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Boiler, Kaffeemaschinen und alle Geräte, welche mit warmem Wasser arbeiten.

Im Jahre 1993 wurde wegen der hohen Wasserhärte und des hohen Nitratgehalts der Quellen in den Seewiesen ein Anschluss der Mühlhausener Wasserversorgung an die Bodenseewasserversorgung (BWV) umgesetzt. In den 90er Jahren war die Quellschüttung aufgrund der Friolzheimer Entnahme entsprechend knapp. Seitdem Friolzheim kein Wasser mehr aus dem Einzugsgebiet des Stadelbaches entnimmt, ist die Quellschüttung wieder konstant und zuverlässig.

Der Härtegrad wurde durch eine Beimischung von 50% Bodenseewasser reduziert von 23 auf 15,7 Grad deutscher Härte.

Entsprechende Werte wurden auch seitdem veröffentlicht und die Bevölkerung hat die oben genannten Geräte auf entsprechende Werte eingestellt.

Seit einigen Jahren wird wieder eine zunehmende Verkalkung beobachtet.

Im letzten Wasserbericht taucht nun ein Härtewert von 21 Grad auf. Dies ist wieder fast der Wert von 1993. Eine Wasseranalyse hat diesen Wert bestätigt. Nachforschungen haben ergeben, dass im Jahre 2008 die Zumischung von 50:50 auf 70:30 umgestellt wurde, ohne die Bevölkerung zu informieren.

Folgende Fragen stellen sich nun:

1. Warum wurde das Mischungsverhältnis umgestellt?

Grundsätzlich entspricht das abgegebene Wasser der Trinkwasserverordnung und nicht jeder Hauseigentümer betreibt in Mühlhausen eine Entkalkungsanlage.

Der durchschnittliche Härtegrad beträgt 20° deutscher Härte, dies bedeutet hartes Wasser.

Bei dem Phänomen „Kalk“ handelt sich um die Mineralstoffe Kalzium und Magnesium, welche unter Hitzeeinwirkung (Waschmaschine, Wasserkocher etc.) ausfällen und als weiße Ablagerung zu erkennen sind.

Hartes Wasser ist für die Menschen grundsätzlich gesünder als weiches Wasser.

Warum das Mischungsverhältnis umgestellt wurde, ist unbekannt, auch weiß man nicht, wer dies damals veranlasst hat.

Es kann kaum sein, dass die Stadtwerke die Umstellung ohne Anweisung vorgenommen haben. Evtl. war es tatsächlich ein Fehler eines Mitarbeiters der Stadtwerke, da das Mischungsverhältnis beim Zweckverband Bodensee Wasser 70:30 ist und die Anlage in Mühlhausen versehentlich auf den gleichen Stand gebracht wurde?

2. Warum wurde die Bevölkerung nicht über die Änderung informiert?

Das hängt mit Frage 1 zusammen:

Diejenige Person, welche für die Änderung verantwortlich war, wäre auch für die Information der Bevölkerung zuständig gewesen. Dies lässt sich jedoch nicht mehr rekonstruieren.

3. Stimmt es tatsächlich, dass bis 2016 falsche Härteangaben in den Veröffentlichungen standen?

Dies stimmt nicht, die Härtegrade in den Veröffentlichungen im Gemeindeblatt haben gestimmt, es wurden die offiziellen Analyseberichte des Chemischen Instituts Pforzheim (CIP) veröffentlicht. Die Bevölkerung war daher immer über den aktuellen Härtegrad informiert.

4. Wer übernimmt Folgekosten wenn Geräte oder Leitungen, aufgrund falscher Einstellungen in den Haushalten, repariert oder ausgetauscht werden müssen?

Die Frage erübrigt sich, da die Härtegrade richtig veröffentlicht waren.

Zur Frage der Versorgungssicherheit in dem Fall, dass die Bodensee Wasserversorgung komplett ausfällt, ergibt sich nach Rücksprache mit Herrn Hildinger vom Zweckverband Wasserversorgung der Gebietsgemeinden folgendes Bild:

Ortsteil Tiefenbronn:

kein Eigenwasser, die bestehende Fallleitung kann im Katastrophenfall umgestellt werden zur Druckleitung (Schachtanlagen in der Seehausstraße, Neubau im Rahmen Erschließung Oberes Turnfeld)

die Versorgung erfolgt dann über das Wasserwerk im Würmtal (Eigenwasser

Talwiesenquellen und Tiefbrunnen, schwarzer Brunnen)

Ortsteil Mühlhausen:

die Versorgung ist über die eigenen Quellen in Mühlhausen sichergestellt. Im Katastrophenfall kann das Wasser der Quellen an die Bevölkerung in Mühlhausen abgegeben werden, auch wenn die Qualität dann nicht optimal wäre.

Ortsteil Lehningen:

die Versorgung erfolgt über das Wasserwerk im Würmtal mit Eigenwasser analog Tiefenbronn

Im Katastrophenfall muss jedoch mit Rationierung gerechnet werden.

Eine Versorgung der gesamten Gemeinde über die Quellen in Mühlhausen wäre je nach Quellschüttung bis zu ca. 45 % möglich?

Generell stellt sich die Frage, ob eine Veränderung des Mischungsverhältnisses in der Wasserversorgung Mühlhausen auf den Weg gebracht werden soll?

Abhandlung über die Wasserversorgung im Ortsteil Mühlhausen

Bereits in der Vergangenheit wurde bezüglich der Wasserversorgung Mühlhausen der Einbau einer Ultra-Filtration gefordert. Hierbei sollen Trübstoffe, Schwebstoffe, unerwünschte Mikroorganismen und Nitrat herausgefiltert werden.

Dies hätte enorme Kosten verursacht, daher war das Gesundheitsamt mit der Installation eines Trübungsmessgerätes einverstanden, im Falle einer unzulässigen hohen Trübung würde der Bodensee-Wasseranteil erhöht werden.

Die Kosten für den Einbau einer Ultra-Filtration würden sich laut Auskunft Herrn Freygang von den Stadtwerken Pforzheim auf ca. 800.000-1.000.000 € belaufen.

Die Ultra-Filtration hat jedoch nichts mit der Wasserhärte zu tun, bezüglich der Wasserhärte müsste eine Enthärtungsanlage, die so genannte Umkehrosmose, zusätzlich eingebaut werden.

Bei Einbau von diesen beiden technischen Einrichtungen wäre vermutlich der Neubau bzw. die Erweiterung des bestehenden Pumpwerkes erforderlich.

Herr Freygang schätzt mit Kosten in Höhe von 1,5 Millionen € für beide Maßnahmen.

Grundsätzlich ist es jedoch möglich, auf Bodensee-Wasser umzustellen. Bei Umstellung auf 98 % Bodensee-Wasser und 2 % Eigenwasser (damit die Quellen weiter genutzt werden) würde sich der Härtegrad beispielsweise auf 9,5° deutscher Härte einpendeln.

Natürlich ist auch dies nicht kostenlos zu haben, unter anderem müsste ein weiteres Beteiligungsrecht (bisheriges Beteiligungsrecht 2 l/s = 68.000 m³ davon werden ca. 23.000 m³ abgerufen, bei einer Vollversorgung über die Bodensee Wasser müsste ein weiteres Beteiligungsrecht gekauft werden.)

Bei einer Komplettumstellung auf Bodensee-Wasser müsste mit einer Kostensteigerung von jährlich 33.000 € gerechnet werden, welche auf den Endverbraucher umgelegt werden müssen.

Weitere Anfragen:

Ein Gemeinderat fragte nach, warum bei dem neu hergestellten Weg am „Kürrain“ bis an dessen Rand gepflügt wurde.

Frau Krentzel erklärte, dass hier nicht gepflügt wurde, sondern der Aushub des Weges in Absprache mit den Bewirtschaftern entlang des Weges aufgebracht und verarbeitet worden sei.

Weiter sprach ein Gemeinderat die Aufschüttung beim Aussiedlerhof Kratzmüller an.

Frau Krentzel sagte, dass die Genehmigung hierfür nachgereicht werde und es sich bei der aufgebrachten Erde um Mutterboden von einem Landschaftsgärtner aus Pforzheim handeln würde.

Ein Gemeinderat sprach die neuen Buslinien an und sagte, dass die Zeiten der Busse bzw. deren Anschlüsse teilweise nicht gut aufeinander abgestimmt wären.

Bürgermeister Spottek antwortete, dass die Fahrzeiten in erster Linie auf den Anschluss an die S6 konzentriert worden wären.

Ein weiterer Gemeinderat regte an, die vorgesehenen Windstandorte an einen Investor zu übermitteln, damit in der Gemeinde Windkrafträder aufgestellt werden könnten.

Bürgermeister Spottek sagte, nur wenn ein Investor auf die Gemeinde zukommen sollte, möchte er hier tätig werden, denn die bisherigen Untersuchungen (Atlas Windhöfigkeit) hätten gezeigt, dass Tiefenbronn nur eine ganz geringe Windhöfigkeit hätte. Das Büro Gerhardt habe in seinen Untersuchungen zum Flächennutzungsplan vier mögliche Standorte ausgewählt.

Ein Gemeinderat regte an, bei dem Weg zu den Quellen in Mühlhausen im vorderen Bereich eventuell 2-3 Parkplätze anzulegen. Dieser Weg sei für die ältere Generation sehr wichtig und stark frequentiert.

Bürgermeister Spottek sagte eine Überprüfung zu.

Baugesuche

Die nachfolgenden Baugesuche wurden befürwortend an das Landratsamt Enzkreis übersandt.

Antrag auf Baugenehmigung
OT Tiefenbronn, Bertha-Benz-Weg 9
Neubau Einfamilienhaus mit Garage

Antrag auf Baugenehmigung
OT Tiefenbronn, An der Würmhalde 2
Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage

Antrag auf Baugenehmigung
OT Tiefenbronn, Käthe-Kruse-Weg 7

Neubau Wohnhaus mit zwei Doppelgaragen